Fleischkonsum

Der Umstand, dass wir alle überwacht werden scheint nicht mehr skandalös genug zu sein, wir müssen uns jetzt darüber aufregen, dass man vielleicht bald einen Tag in der Woche nur vegetarisch essen darf.  Die Bild titelte mit „Die Grünen wollen uns das Fleisch verbieten!“ und die ganze Bevölkerung wittert einen ähnlich schlimmen Skandal wie damals, als unsere geliebten Reittiere in der Lasagne waren.

Günstig ist gut! Der Durchschnittsdeutsche gibt nur 11,5 % seines Einkommens für Lebensmittel aus. (Quelle: http://www.bvlh.net/typo3temp/pics/8a29bfe7f4.jpg)

Der Weg, etwas zu verbieten ist zwar meiner Meinung nach schlecht, aber wenigstens geht mal jemand das Problem an. Der normale Menschenverstand scheint heutzutage nicht verstehen zu können, dass ein Burger für 1 € nicht aus einem Tier ist, dass gut gehalten wurde. Die gute Haltung ist nicht nur aus Tierschutzgründen wichtig, sondern auch aus gesundheitlichen.                              

Unsere Gesellschaft hat den Umgang mit Nahrung schlicht und einfach verlernt. Lernen geht am besten wenn man jung ist, deswegen sollten sich Politiker dafür einsetzen, dass die richtige Ernährung schon in der Schule gelernt wird.  Fakt ist, dass wir Deutschen doppelt soviel Fleisch essen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt. Der starke Fleischkonsum ist eine der Hauptursachen für viele Zivilisationskrankheiten.  Davon abgesehen steigt der Getreidepreis wegen des hohen Bedarf für Futtermittel in die Höhe, während Menschen verhungern, weil sie kein Geld für das teure Getreide haben. Klar ist es stark vereinfacht dargestellt, aber das Prinzip trifft zu. Trotzdem essen wir immer mehr Fleisch, 2012 war der Fleischkonsum so hoch wie nie. (Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fleischatlas-report-zeigt-globalen-fleisch-konsum-a-876756.html)

Die Politik kann mehr als nur zusehen. Zum Beispiel würde der Fleischkonsum um 10% sinken, wenn man die Subventionierung von Fleisch stoppen würde. Umgerechnet würde man damit den Co² Ausstoß von 2 Mio. Autos einsparen können. Dies ging aus einer FÖS-Studie hervor, die Greenpeace in Auftrag gab. (Quelle:  http://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/presseerklaerungen/artikel/subventionen_fuer_billigfleisch_abschaffen/)

Je mehr ich über das Thema nachdenke und lese, desto mehr entscheide ich mich gegen Fleisch auf meinem Teller. Ich nehme mir allerdings nicht das Recht raus, jemandem etwas zu verbieten, aber wenn die, die täglich Fleisch essen einmal in der Woche verzichten würden, wäre schon einiges erreicht. Aber mit Verbot erreicht man nur das Gegenteil. Die Vegetarier/Veganer, die sich als die Missionare ihrer Religion, den Vegetarismus, sind nicht ernst zu nehmen, genau wie militante Fleischesser . Am Ende sollte einfach jeder selbst entscheiden was er isst und wie viel er isst, das Werkzeug zur Entscheidung sollte man früh mitbekommen.

Worauf ich achte?

Ich achte darauf, wenn ich Fleisch esse Fleisch zu essen das ich kannte. Wenig Abfall in der Küche zu produzieren, also wenig wegzuwerfen. Außerdem haben wir eine Gemüsekiste „aboniert“ das heißt, dass jede Woche eine Kiste mit Gemüse vor unserer Türe steht, die von lokalen Bauern mit dem gefüllt wurde, was eben grade reif ist. Ich streber allerdings auch nicht rum, jedes Essen zählt, es gibt allerdings nur Plus und Neutral.

Das Thema Ernährung ist mir grade wichtig, ich werde die Tage vielleicht nochmal was darüber schreiben.

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