Behindertenquote?

Als ich vor ein paar Tagen davon gelesen habe, dass der niedersächsische Landesbehindertenbeauftragte Karl Finke eine Behindertenquote fordert war ich erstmal geschockt. Finke fordert, dass jeder zehnte Listenplatz an einen körperlich behinderten Menschen vergeben wird.  Für mich geht diese Forderung davon aus, dass Menschen mit Handicap nicht die nötige Kraft haben sich im politischen Geschäft durchzusetzen, was nicht stimmt. Meinen Gedanken zum Thema brachte Petra Wontorra, die beim  „Forum Barrierefreies Bremen“ aktiv ist, gut auf den Punkt.

„Eine Quote würde nach meiner Auffassung die Kompetenz behinderter Menschen infrage stellen. Meine Behinderung spielt in meiner politischen Arbeit primär keine Rolle. Ich mache Politik mit meinem Handicap und nicht trotz oder wegen meiner Behinderung.“ (taz.de) 

Man gibt behinderten Menschen kaum Gelegenheit sich einzubringen, Barrieren gibt es leider noch viel zu viele, auch in den Köpfen. Der Gedanke, dass ein Mensch, der körperlich behindert ist, genauso denken kann wie wir „normalen“ Menschen ist für viele schwer nachvollziehbar.  Deswegen sollten grade Menschen mit Handicap in die Politik gehen um die Barrieren in den Köpfen kaputt zu treten.

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